Wer wird unser Heide-Mörder?

Kühl und feucht präsentierte sich Kiel, als ich dort spätabends am Schrevenpark vorbeischritt. Wie Mahnmale aus goldenen vergangenen Zeiten stellten sich die gepflegten Altbauten über die Straße dem dunklen Park entgegen, der eine unheilvolle Aura ausstrahlte. Mittlerweile meiden viele die Abkürzung quer durch den Park und folgen lieber der umlaufenden Straße. Zu viele Verbrechen haben Deutschland in letzter Zeit erschüttert, das Vertrauen ist der Angst gewichen. Die meisten Bewohner lagen wohl schon in ihren Betten, doch in einem Zimmer brannte noch Licht. Es war die Wohnung von Heide Simonis, der ehemaligen Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein. Die SPD-Frau war 2005 im Landtag in geheimer Wahl an einem Abweichler gescheitert, der bis heute unerkannt blieb und als „Heide-Mörder“ das politische Ende von Frau Simonis besiegelte. Eines ist sicher: der Merkel-Mörder unserer Zeit wird nicht aus der Deckung heraus zuschlagen wie einst der Heide-Mörder – er muss es nicht. Die Merkel-Dämmerung hat bereits begonnen. Während Merkel an der politischen Klippe steht und in die untergehende Sonne blickt, schließen sich hinter ihr die Reihen derer, die aus Überzeugung oder auch Opportunismus die Zukunft der Partei oder ihrer Person sichern wollen. Wir warten gespannt auf den Augenblick, an dem ein Mutiger aus der Reihe hervortritt und das Unausweichliche anstößt: den Beginn der postmerkel’schen Zeitrechnung für die deutsche Politik.

Freuen wir uns drauf! Bleibt nur noch die Frage: Wer wird unser Heide-Mörder?

JW

4 Kommentare

  1. In einem Kommentar vom 01.09.2017 machte ich den Vorschlag, unter einem besonderen Vorzeichen der CDU wieder beizutreten.
    ” ich trete wieder ein, wenn Sie geht ! ”
    Mittlerweile hat sich der Innenminister von Sachsen Anhalt Holger Stahlknecht dahin geäußert, einen Mitte-Rechts-Kurs in der CDU anzustreben. Nachzulesen in der magdeburger Volksstimme vom 29.11.2017 . Hier wird deutlich angesprochen, was in der CDU falsch gelaufen ist.
    Kommen wir nun zur angesprochenen Aktion ” Heidemörder “:
    Den Singular wird es sicherlich nicht so schnell geben. Allerdings könnten alle Christdemokraten, die von der Merkelschen Politik sich haben vertreiben lassen, meinen obigen Vorschlag mit einem ” Wir ” besiegeln.
    Stellen Sie liebe Leser, einen Aufnahmeantrag zwecks Mitgliedschaft in der CDU , mit dem ausdrücklichen Vermerk der Wirksamkeit ” wenn Frau Merkel ihren Vorsitz abgegeben hat, bzw abgeben mußte “.
    Für jene Christdemokraten, die aus og politischen Gründen die CDU verlassen haben, stelle ich pauschal den Antrag, bei Wiedereintritt die externe Zeit als Parteizugerhörigkeit hizuzurechnen.
    freundliche Grüße vom Arbeitsplatz !
    hartmut adolf manneck

      1. Merkels Nachfolger sollte christlich, verheiratet sein und Kinder haben. Eine harmonische heterosexuelle Ehe ist in einer Gesellschaft immer ein Vorbild.
        Im Gespräch ist wohl auch Frau Annegret Kramp-Karrenbauer als mögliche Nachfolgerin. Das könnte gut funktionieren, da ihr Ehemann Bergbauingenieur ist. Bergleute sind bodenständige Menschen, die ein untrügliches Gefühl für Gefahren jeder Art haben.
        Die positive Beeinflussung der Familie kann in diesem Amt nicht hochgenug eingeschätzt werden !
        Wünschen wir, daß Sie die Kraft für dieses Amt hat, und geben wir dieser Frau schon jetzt unsere Stimme!

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